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Vom Forscher zum
„Analysen Scout" Chemiker Dr. Gerd Grasnick hat
sich mit einer Polymerberatung selbstständig
gemacht
Von 1997 bis 2000 war Dr. Gerd Grasnick, Jahrgang 1961, als
wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter der Forschungsgruppe
„Polyelektrolytkomplexe" an der Universität Potsdam tätig.
2002 hat sich der Polymerchemiker mit einer Polymerberatung
mit Sitz im Potsdamer
Centrum für Technologie am BuGa-Park selbständig
gemacht.
 Löst
Polymer-Probleme: Dr. Gerd Grasnick. Foto:
Fritze |
Polymere sind lange Molekülketten, die durch die chemische
Verknüpfung vieler kleiner Moleküle der gleichen oder
unterschiedlicher Art gebildet werden. „Meistens denkt man
sofort an Polymere in Form von Kunststoff, aus dem Produkte
wie Plastikbehälter oder PVC-Bodenbeläge gefertigt werden", so
Grasnick. „Aber das ist nur eine Seite der Polymere. Sie
kommen auch überall in der Natur vor, etwa in Pflanzenfasern,
Knochen oder als Erbsubstanz DNS.
Aber was ist die Aufgabe eines Polymerberaters? Er
unterstützt Firmen, wenn die von ihnen verwendeten oder
produzierten Polymere sich anders verhalten als erwünscht.
Meist steht viel auf dem Spiel, denn wenn ein Polymer nicht
die gewünschten Eigenschaften aufweist, kann unter Umständen
die gesamte Produktion zusammenbrechen. Und dann muss die
Ursache für das Problem so schnell wie möglich gefunden
werden. „Manchmal ist es einfach notwendig, dass ein
Spezialist von außen auf die Sache schaut", sagt Grasnick.
Grasnicks Kunden, überwiegend größere und mittelständische
Unternehmen, die sich mit der Polymer-Herstellung oder
Weiterverarbeitung befassen, sitzen im gesamten Bundesgebiet.
Aber auch für ein schwedisches Biotechnologieunternehmen hat
er schon gearbeitet. „Meine Beratung ist ein absolutes
Nischenprodukt", sagt Gerd Grasnick, „mit breiter Werbung oder
Massenmailings ist es deshalb nahezu unmöglich, neue Kunden zu
gewinnen." Der Einsatz eines gezielten Marketing ist Grasnick
daher umso wichtiger. Das war auch ein Grund für ihn, am
Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg teilzunehmen.
Durch die Aktivitäten des BEGiN-Netzwerks, dessen
Veranstaltungen Grasnick schon häufiger besucht hat, ist er
auf den Wettbewerb aufmerksam geworden. Da er schon seit mehr
als 18 Monate selbständig ist, kommt eine Bewerbung mit einem
Businessplan seiner Polymerberatung nicht mehr infrage.
Bereits seit längerem denkt er aber über eine
Geschäftsfelderweiterung nach: Grasnick möchte auch als
„Analysen Scout" tätig werden – ein Spezialist, der
Biotechnologiefirmen und Analysefirmen, die neue Polymere
unabhängig prüfen, zusammenbringt.
Die Vorteile einer Teilnahme am Businessplan-Wettbewerb
sind für Grasnick offensichtlich: „Ich kann nicht nur
kostenlos an den verschiedensten Seminaren teilnehmen, sondern
bekomme auch einen Coach an die Seite gestellt, der mir bei
Bedarf unter die Arme greift."
Sein Geschäft weiter auszubauen ist Grasnicks großes Ziel
für die nächsten Jahre. Sein Motto dabei: „Langsam und mit
Bedacht wachsen". „Wenn ich Leute einstelle, dann möchte ich
ihnen auch einen möglichst sicheren Arbeitsplatz bieten
können", betont der Unternehmer Aus eigener Erfahrung weiß er,
wie belastend es sein kann, wenn nicht klar ist, ob es im
nächsten Jahr weitergeht. Auch das war ein Grund, sich
selbständig zu machen. Die Vorteile einer Selbständigkeit
überwiegen für Grasnick ganz klar. „Aber es gehört auch eine
ordentliche Portion Selbstdisziplin dazu", räumt er ein.
Weitere Informationen können Interessierte bei Dr. Gerd
Grasnick, E-Mail: info@gerd-grasnick.de,
erhalten. Infos zum Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg
stehen unter http://www.b-p-w.de/ und
zum Gründernetzwerk BEGiN unter http://www.begin-brandenburg.de/
Irina Grimm, Rektorat
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Copyright© 2001 Universität
Potsdam, Glaesmer, Knappe [Letzte
Aktualisierung 13.02.2004, Knappe]
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